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Die Eskalation der Angst

 

Ein Grund für die Zunahme der Angst in unserer Gesellschaft liegt nicht zuletzt in der zeitlichen, räumlichen und körperlichen Entgrenzung durch die berufliche Spezialisierung innerhalb eines auf Wachstum basierten Fremdversorgungssystems schreibt der Volkswirtschaftler Prof. Niko Paech.

 

Wir haben Angst vor Kriegen, Gewalt, Zuwanderung, sozialem Abstieg, Krankheit, Einsamkeit, Verlust von all dem, woran wir uns festhalten, und vor dem Tod. 

In früheren Zeiten war der Mensch sehr viel stärker mit seiner Heimat, dem Ort an dem er aufgewachsen ist, dem Produkt, das er hergestellt hat und den Menschen in seinem Umfeld verbunden als heute. Trost für die Unwägbarkeiten fand er im Glauben. Die Anforderungen des heutigen Arbeitsmarktes, die Schnelligkeit der Ereignisse, die Digitalisierung, die Entfremdung durch Unsicherheit in Bezug auf den Bedarf des heute mühsam Gelernten, das morgen vielleicht schon überholt ist, verhindert zunehmend, dass die Menschen ihre Halt gebende Bestimmung im Außen finden können. Die Entlarvung der Institution Kirche und Religion tut ein Übriges. Inzwischen schwankt nun auch noch der Glaube an eine unabhängige Presse, an die freie Welt und die Existenz einer echten demokratischen Ordnung. Wer heutzutage einem Politiker traut, darf getrost als Fall für die Psychopathologie betrachtet werden.

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Sehr geehrte Stützen der Gesellschaft

Wir leben in einer Zeit, in der vieles an die Oberfläche drängt, was bisher ver-drängt bzw. weg-gemanaged und unterdrückt wurde.

Das Scheitern von Jamaica, die Ratlosigkeit der Wähler und Gewählten, die sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen ausdrückt und die sonstigen politischen Entwicklungen, Terroranschläge, Kriege, Finanzskandale bei Banken, Betrugsvorfälle in Weltkonzernen, Panama und Paradise, Flüchtlinge, die weit verbreitete Angst vor Veränderung, das alles irritiert uns und lässt uns unsere scheinbare Machtlosigkeit spüren.

 Von Politikern, Managern und Verantwortlichen in der Wirtschaft, den Medien, den Stützen unserer Leistungsgesellschaft wird erwartet, dass sie Stellung beziehen zu diesen Themen, Maßnahmen treffen, Verantwortung übernehmen.

Wir können nur ahnen, unter welch einem Druck jeder von ihnen steht. War das bisher vor allem der wirtschaftliche, sportliche, politische Leistungsdruck, so kommt nun eine neue Dimension hinzu.

Angst und Ohnmacht spielen eine zunehmend wichtige Rolle, bei der alte Mechanismen nicht mehr wirken

 

Der zunehmende Druck, die Angst, die Wut und Ohnmacht scheinen dabei nur im Außen begründet. In Wirklichkeit sind diese Emotionen tief in uns allen längst da, sie gehören zu uns und warten geradezu darauf, an die Oberfläche kommen zu dürfen. Die Ereignisse, die uns begegnen, der Umgang mit diesen, spiegeln letztlich unsere Urängste und andere von uns abgelehnte Gefühle, die uns sozusagen in der Wäsche hängen. Da diese Ängste und abgelehnten Emotionen individuell unterschiedlich ausgeprägt sind, ähneln bzw. unterscheiden sich unsere Reaktionen und Befindlichkeiten, die  durch die Ereignisse ausgelöst werden.

Bisherige Reflexe wie die Dinge unter den Teppich kehren, vertuschen, darüber hinweggehen oder -sehen, abwiegeln, sind nicht mehr wirksam. Auf das, was im Außen passiert, im Außen zu reagieren, genügt nicht mehr.

 

Nur Innere Stabilität und Kraft lässt die Unruhen im Äußeren vorübergehen, ohne zum Zusammenbruch - des Einzelnen , der Familie, Verein, Organisation, Firma, Staat - zu führen. Also gilt es, nach Innen zu schauen, die inneren Ressourcen zu stärken und für innere Balance zu sorgen. Doch wie geht das?

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Paradigmenwechsel in der Unternehmensführung

Die vermittelbare Wertschätzung gegenüber allen Mitarbeitern des Unternehmens als ultimativer Motivations-, Zufriedenheits- und Identifikations-Generator ist ein Produkt einer veränderten Gesellschaft. Das hat sich in Führungskreisen herumgesprochen. Hierfür werden allerlei Maßnahmen teambildender Art bis hin zu Kloster-seminaren angeboten. Meditationskurse, Autogenes Training und Entspannungstechniken haben längst Einzug in die Unternehmen gehalten. Work-Life-Balance-Manager sollen das Rundum-Sorglos Paket für das ‚Human capital‘ schnüren.

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Von der Political Correctness zur Wahllosigkeit der Ausbeutung von Emotionen. Ein notwendiger Schritt auf dem Weg in ein Zeitalter der Liebe

Ja, auch ich bin auf der Suche, - ein Suchender. Im Grunde sind wir doch alle Suchende, aber wonach suchen wir eigentlich? Glück, Frieden, Erfüllung, den Sinn des Lebens, die Liebe, unser Selbst, die Verbindung zu unserem Zentrum, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Ekstase? Ich glaube, wer aufhört, zu suchen, ist in der totalen Unbewusstheit angekommen, denn er wird zum Objekt seiner Konditionierungen, bar jeder Subjektivität und Unvoreingenommenheit. Unfähig, zu staunen und sich von der Schönheit des Augenblicks überraschen zu lassen, gefangen im Urteilen, Bewerten, Unterscheiden und Kategorisieren. Entgegen aller Bemühungen der jeweils herrschenden Eliten haben wir uns immer eines bewahren können: Die Fähigkeit, zu lieben, zu suchen und die Verbindung zu unserem Herzen. Die Flamme ist klein, aber sie ist noch nicht erloschen.

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Ein Wort zum Umgang mit der rechten Szene

Wer von uns möchte nicht bei den Guten sein, sich von dem sogenannten rechten Pack abgrenzen durch klare Ansagen, nachdrückliches Erinnern an längst vergangen geglaubte Zeiten? Und mit dem Begriff NAZI hat man ja auch ein griffiges Wort, durch dessen Anwendung allein schon deutlich wird, dass man mit solchen Menschen nichts zu tun haben möchte, ganz im Sinne von: Wehret den Anfängen!

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Vertraust Du dem Leben?

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Das Dilemma des Hilary Trump Paradoxons oder Spiegel des kollektiv Unbewussten?

Am Dienstag, den 8. November fanden die Präsidentschaftswahlen in den USA statt. Die Kandidaten hießen Hilary Clinton für die Demokraten und Donald Trump für die Republikaner. Es stellt sich die Frage, wie es soweit kommen konnte? Handelt es sich hier um einen Unfall, Zufall, Komplott, Bestechung, eine Massenpsychose, die Verkettung unglücklicher Umstände oder waren Clinton und Trump das Ergebnis bzw. das Produkt einer Verschwörung der Finanzeliten gegen den Rest der Welt? Wie um alles in der Welt konnte es sein, dass diese beiden die einzig verbliebenen Kandidaten für das mächtigste Amt im Weißen Haus waren? Ist das die Krönung der Schöpfung? Wie sollen wir damit räsonieren? Wenden wir uns entsetzt und angewidert von diesem Desaster ab?

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Arbeit und Grundsicherung für alle?

Wir diskutieren über die Rentenversicherung, Lebensarbeitszeit, das Renteneintrittsalter, die Altersarmut, Existenzängste, Arbeitslosigkeit, Burnout, Depressionen und zunehmende Kriminalität und Radikalisierung der Menschen. - Symptome einer gescheiterten Politik der Angst, des Misstrauens, Zweifels und der Ohnmacht.

 

Vielleicht ist es Zeit, damit zu beginnen, einmal die Perspektive zu ändern und darüber zu diskutieren, wie wir Mensch und Arbeit überhaupt definieren.

Arbeiten wir, um unsere Versicherungen, unseren Lebensunterhalt, unsere Renten und jede Menge unsinnigen Konsum zu bezahlen, also aus der Angst, zu kurz zu kommen, aus der Gesellschaft herauszufallen?

 

Oder…ist Arbeit doch vielleicht „sichtbar gemachte Liebe“, wie es Kalil Gibran in seinem Buch „der Prophet“ einmal beschrieb?

 

Wollen wir weiter Export-Weltmeister sein und gleichzeitig zunehmend ärmer werden? Wollen wir weiter immer älter und gleichzeitig immer kranker, einsamer und verbitterter werden? Wollen wir immer mehr Angst oder wollen wir mehr Liebe?

 

 

Was ist wirklich wichtig? Worauf kommt es an im Leben? Wie möchten wir am Ende unseres Lebens auf dieses Leben zurückblicken?


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